Atmosphäre / Vakuum

Wann brauche ich was?

Je nach Anwendungsfall, Anforderungen und Bauteilgeometrie ist ein Dosier- bzw. Aufbereitungs- und Förderprozess unter atmosphärischen Bedingungen oder unter Vakuum sinnvoller.

Atmosphäre

Dosieren unter Atomsphäre ist heute Standard und für viele Applikationen ausreichend. Angesichts immer kleiner werdender Werkstücke, komplexerer Geometrien und steigender Qualitätsanforderungen wird zwar vermehrt auf Vakuumlösungen zurückgegriffen, jedoch können trotz dieser wachsenden

Anforderungen noch immer zahlreiche verschiedene Klebe- und Vergussaufgaben zuverlässig und mit der erforderlichen Qualität unter atmosphärischen Bedingungen realisiert werden. Je nach Aufgabenstellung und Anforderung können hierfür verschiedene Anlagenkonzepte zur Anwendung kommen.

Vakuum

Luftbläschen im Vergussmaterial wie auch in kleinen Hohlräumen können erhebliche Probleme verursachen. Um eine absolute Blasenfreiheit zu gewährleisten, muss zumindest der gesamte Aufbereitungs- und Förderprozess unter Vakuum stattfinden. Optional und bauteilabhängig kann auch der Dosierprozess unter Vakuum durchgeführt werden. Je weiter der Luftdruck hierbei abgesenkt wird, desto länger dauert das Evakuieren und desto mehr Energiekosten und Zeitaufwand sind damit verbunden. Aus diesem Grund sollte das Vakuum gezielt auf die jeweilige Aufgabenstellung abgestimmt werden. Zudem ist zu beachten, dass nicht jedes Bauteil für eine starke Druckreduzierung geeignet ist. Der Vakuumprozess ist das ideale Verfahren, wenn mit feuchtigkeitsempfindlichen Gießharzen gearbeitet werden soll. Die Verarbeitung unter Vakuum schließt eine unerwünschte Nebenreaktion des Vergussmediums oder die Aufnahme von Luft effektiv aus. Befürchtungen hinsichtlich einer schwer zu beherrschenden Technik und hoher Kosten sind auf diesem Gebiet allerdings nicht mehr gerechtfertigt. Modulare Konzepte bieten hier unter anderem interessante und wirtschaftliche Einstiegslösungen.